21. Januar 2018

Buchliste "Klassiker"

Wie versproche, hier die Klassiker-Liste vom Weltbild-Verlag. Natürlich schlummern in den Regalen noch andere Klassiker, noch mehr von Jane Austen oder auch von Thomas Hardy, auf die ich sehr gespannt bin. Die sind hier jetzt nicht mit vertreten.



Abbé Prévost: Manon Lescaut
Adalbert Stifter: Der Nachsommer
Alessandro Manzoni: Die Verlobten
Alexandre Dumas: Die Kameliendame
Ambrose Bierce: Bittere Stories
Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche und andere Erzählungen
Anton Tschechow: Die Dame mit dem Hündchen
Arnold Zweig: Der Streit um den Sergeanten Grischa
Arthur Schnitzler: Therese
August Strindberg: Das rote Zimmer
Benito Pérez Galdós: Dona Perfecta
Bettina von Arnim: Die Günderode
Bram Stoker: Dracula
Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen
Charles Dickens: David Copperfield
Charles Dickens: Oliver Twist
Charlotte Bronte: Shirley
Choderlos de Laclos: Die gefährlichen Liebschaften

"Versatile Blogger Award"

Ich wurde von Gisela von Giselas Lesehimmel für den Versatile Blogger Award getaggt. Besten Dank dafür.

Das sind meine Aufgaben:
1. Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat.
2. Verrate sieben Fakten über Dich.
3. Nominiere andere Blogger.

1. Vielen Dank, liebe Gisela, fürs Taggen.


Lesestatistik 2007 - 2017

So einige dieser gelesenen Bücher habe ich nicht rezensiert. Da habe ich einfach nur das Lesen genossen.
Es ist aber eine Reihe von Büchern dabei, die ich unbedingt noch einmal lesen möchte. Eigentlich wollte ich mir das für später aufheben - aber wer weiß, was später ist. Ich werde sie also so nach und nach mal dazwischen schieben und sie euch dann vorstellen.
  1. Adalbert Stifter: Bergkristall
  2. Adele Geras: Im Sommer der Geheimnisse
  3. Agatha Christie: Das Eulenhaus
  4. Agatha Christie: Das Haus an der Düne
  5. Agatha Christie: Die Schattenhand
  6. Agatha Christie: Weihnachten mit Hercule Poirot
  7. Agota Kristof: Die Analphabetin
  8. Alan Bennett: Die souveräne Leserin
  9. Alexander Pechmann: Das Haus des Bücherdiebs
  10. Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe
  11. Allen Kurzweil: Die Leidenschaften eines Bibliothekars
  12. Andreas Austilat: Mark Twain in Berlin
  13. Andreas Kieling: Durchs wilde Deutschland
  14. Andrew Lane: Young Sherlock Holmes 3 - Eiskalter Tod
  15. Andrew Taylor: Todessonate - Biblio-Mysteries 4
  16. Anjali Banerjee: Die Bücherflüsterin
  17. Ann Granger: Stadt Land Mord
  18. Ann Granger: Wer sich in Gefahr begibt
  19. Ann Pearlman: Der Christmas Cookie Club
  20. Anna Cavelius: Kluge Frauen & ihre Katzen

Betty Smith: Ein Baum wächst in Brooklyn


 Kommt, lasst uns einen Klassiker lesen!

Dieses Buch hat mir meine Buchverkäuferin empfohlen. Betty Smith soll eine vergessene Autorin sein, und tatsächlich findet sich zumindest bei Wikipedia kaum Biografisches über sie.

Am 15. Dezember 1896 wurde sie in Brooklyn, New York, als Elizabeth Lillian Wehner geboren. Ihre Eltern, John Wehner und Kate Hummel, waren beide Kinder deutscher Einwanderer.
Vom Klappentext erfahre ich noch, dass sie in armen Verhältnissen aufwuchs. Sie zog mit ihrem ersten Ehemann nach Michigan, durfte sich zwar nicht an der Universität einschreiben, nahm aber an den dortigen Kursen teil.
Am 17. Januar 1972 starb Betty Smith in Shelton, Connecticut.


Ihr erster Roman Ein Baum wächst in Brooklyn (1943) schlug sofort ein und führte die amerkanische Bestsellerliste an. Er wurde sogar für den Pulitzer-Preis nominiert. Elia Kazan verfilmte das Buch 1945; er bekam einen Oscar für James Dunn als Bester Nebendarsteller und einen Juvenile Award (Jugendoskar, der in der Filmgeschichte nur zwölf Mal verliehen wurde) für Peggy Ann Garner. 1951 wurde die Geschichte am Broadway aufgeführt.
1947 erschien das Buch in Deutschland und wurde jetzt, übersetzt von Eike Schönfeld, vom Insel Verlag neu aufgelegt. Schönfeld wurde 1949 geboren, übersetzt aus dem Englischen, z. B. Vladimir Nabokov, J. D. Salinger, Jeffrey Eugenides und Richard Yates.



20. Januar 2018

Charlotte Krüger: Mein Großvater, der Fälscher: Eine Spurensuche in der NS-Zeit

Ein Buch "Gegen das Vergessen"? Wo es doch hauptsächlich um einen Täter geht. Bei meinen bisher gelesenen Büchern ging es immer um die Opfer.
In der Whatchreadin-Gruppe "Gegen das Vergessen" wurde aber auch die Diskussion angestoßen, dass es auch wichtig ist, mehr über die Täter zu erfahren. Oder überhaupt, wie es sein kann, dass Millionen Menschen sich verführen lassen können.

Charlotte Krüger ist die Enkelin besagten Fälschers. Für sie war er der Großvater, den sie geliebt hat. Sie war zehn Jahre jung, als er starb. Sie hat sich auf die Suche nach Antworten zu ihren Fragen gemacht.

Und Fragen gibt es jede Menge. Und zu jeder Antwort, die man glaubt, erhalten zu haben, gibt es wieder jede Menge Fragen. Und gibt es überhaupt "die Antwort"?

Ja, mit der "Operation Bernhard" hat der SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger einigen Juden das Leben gerettet. Schließlich gibt es aus diesem Arbeitsteam jüdische Überlebende. Aber auch nur, weil das KZ befreit wurde.
Wäre dies nicht geschehen, und die Fälscherarbeit beendet, wären die jüdischen Menschen vergast worden. Schließlich wurden nur Juden für dieses Projekt ausgesucht.

So richtig zur Verantwortung gezogen wurde Bernhard Krüger offiziell ja nicht. Er wurde "entnazifiziert" und dachte, es wäre damit erledigt. Doch Jahre später musste er sich den Anschuldigungen seiner Kinder stellen. Und das war viel schlimmer für ihn.

Aber ist eine familiäre Aufarbeitung überhaupt möglich? Kann oder will man sich als Sohn, Tochter oder Ehefrau vorstellen, dass der Vater oder Mann ein Kriegsverbrecher ist? Kann man nicht besser mit der Vorstellung leben, dass derjenige keine andere Wahl hatte?

Was ich während des Geschichtsunterrichts nicht gelernt habe, war, dass die Konzentrationslager zum Teil nach dem Zweiten Weltkrieg auch von den Russen weitergenutzt wurden. Ich könnte das noch akzeptieren, wenn sie dort die Kriegsverbrecher inhaftiert hätten, aber so war es nicht, nicht nur. Beispiel: Georg Kohn wurde 1942 für das Fälscherunternehmen im KZ Sachsenhausen verpflichtet. Nach dem Krieg wollte er zurück in seine Heimat. Das war zu der Zeit, als in Charlottenburg über die künftigen Grenzen Deutschlands verhandelt wurde. Und so kam er in die russische Zone und wurde dort verhaftet. Sie wollten ihm nicht glauben, dass er Jude sei. Das ginge nicht, da er noch lebe. In seiner Verzweiflung erzählte Kohn dann, dass er zuletzt bei dem Fälscherkommando dabei war. Nun machte man ihm den Vorwurf, mit den Nazis kollaboriert zu haben. Und das Ungeheuerliche geschah: Er wurde im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Fast fünf Jahre hatte er gesessen für ein Verbrechen, für das eigentlich jemand anders hätte bestraft werden müssen.

Die Aufarbeitung ist noch lange nicht abgeschlossen. Und die Frage, warum Millionen Menschen einem Mann gefolgt sind, ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt nicht "die Antwort" darauf.
Es ist aber wichtig, das zu verstehen. Damit es nicht noch einmal passiert.

19. Januar 2018

Buchliste aus dem Buch "An diesem Tage lasen wir nicht weiter"


Dieses Buch habe ich samt Liste hier schon einmal vorgestellt. Ein wunderbares Buch über eine wundervolle Frau. Zwei Bücher aus dieser Liste möchte ich unbedingt lesen und euch vorstellen. Will Schwalbes Mutter, um die es in diesem Buch ja geht, hat so warmherzig von diesen beiden Menschen berichtet.

Mariatu Kamara, Das Mädchen ohne Hände
Ishmael Beah, Rückkehr ins Leben


Buchliste aus dem Buch "Ich warte darauf, daß etwas geschieht"






 Dieses Buch habe ich verschlungen wie nichts. Als ich es gelesen habe, habe ich mächtig viel geschrieben. Ich schau mal, ob ich den Text noch finde und poste ihn für diejenigen, die das Buch vielleicht nicht lesen möchten, aber gerne wissen wollen, um was es geht.

Diese Bücher und Autoren kamen in dem Buch alles vor. Millicent, die Hauptfigur, hat sie alle gelesen. Ob ich sie alle lesen werde - mal schauen.


18. Januar 2018

Mia Farrow: Dauer hat, was vergeht


Das Buch beginnt mit Mia Farrows Kindheit. Und als sie neun geworden war, endete sie auch schon. Seit Wochen schon stimmt etwas nicht mit ihr. Müdigkeit und Schlaflosigkeit quälten sie. Kein Arzt findet heraus, was das ist.
An ihrem neunten Geburtstag nun klappt Mia zusammen und muss ins Bett. Und nachdem man ihr Flüssigkeit aus dem Rückenmark entzogen und diese untersucht hat, wurde sie sofort in eine Klinik gebracht. Kinderlähmung wurde festgestellt.

"Wenn die Kinderlähmung das Ende meiner Kindheit bedeutete, dann stattete sie mich zugleich mit elementaren Überlebensfähigkeiten aus. Ich entdeckte, daß man immer noch weitgehend seine Haltung bestimmen kann, wieviel man auch verloren haben mag. Wenn man gesund bleibt und ein wenig Mut und Phantasie besitzt, hat man die inneren Reserven, um sich ein neues Leben aufzubauen - vielleicht sogar ein besseres. Ich sah, wie zerbrechlich die Grundlagen unseres Lebes sind und wie leicht man herausgerissen und in das Reich von Unsicherheit, Angst, Schmerzen und Tod geworfen werden kann. Ich lernte, daß einem nichts wirklich gehört, und dass der einzige echte Besitz im Augenblick des Gebens liegt. Und ich lernte ein wenig über Freundschaft und wie sie den dunkelsten Abgrund erleuchten kann..."

Diese Erfahrung schon mit neun Jahren machen zu müssen, ist doch furchtbar.


17. Januar 2018

Neu im Regal


Lesen ist mein einziges Laster - hahaha - mein zweites ist, Bücher zu kaufen. Egal, ob ich sie irgendwann mal lesen werde oder nicht. Es ist einfach ein schönes Lebensgefühl, mich mit ihnen zu umgeben.

Was und ob überhaupt Klaus Störtebeker in Ralswiek trieb, erfahre ich in dem Buch Klaus Störtebeker in Ralswiek - Legende Traum und Wirklichkeit, herausgegeben von Heinz Gundlach.
Kurz bevor ich nach Ostfriesland zog, habe ich damals noch eine Aufführung der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek erleben können - auf gut Glück und dann auch noch in der 1. Reihe.


15. Januar 2018

Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

Jeder stirbt für sich allein war mein erstes Buch von Hans Fallada

Generell lese ich über den Zweiten Weltkrieg nicht gerne Romane. Lieber Dokumentationen.
Und ich bin wieder entsetzt, zu was Menschen bereit und fähig sind, sobald sie die Macht dazu erhalten. Wie kaltherzig und menschenverachtend sie sich benehmen.
Und mit was für einer Angst die Menschen leben, die mit dem System nicht einverstanden sind. Wie auf viele von den Mitmenschen Druck ausgeübt wird, der "Partei" beizutreten. Was mit ihnen geschieht, wenn sie austreten wollen.

In den Dokumentationen, die ich bisher geschaut habe, kommen einem die Menschen nicht so nahe. Da geht es meist mehr um das große Ganze. Hier bei Fallada ist man ganz nah dran an den Menschen, an ihren Sorgen und Ängsten, an ihren üblen Taten.

Erstmals erschien das Buch 1947 im Aufbau-Verlag. Fallada schrieb das Buch anhand der authentischen Geschichte des Ehepaars Otto und Elise Hampel. Sie hatten von 1940-42 in Berlin Postkarten gegen Hitler verteilt und wurden verraten. Allerdings wurde diese Ausgabe aus politischen Gründen stark gekürzt. Ich kann mir vorstellen, welche Kürzungen da stattfanden. Sicher viele derbe und rohe Sätze und auch das Verhalten der Jungkommunisten, mit denen Trudel Baumann eine Widerstandszelle gründen wollte.

Fallada hat sehr gut die Angst beschrieben, die die Menschen, die sich gegen das System auflehnten, gefangen hielt. So beklemmend habe ich das noch nie gelesen. Und die Darstellung der Machthaber, ich hatte das Gefühl, beim Lesen immer kleiner zu werden.

Das Buch ist aufgeteilt in drei Bücher. Gerade im ersten Buch, als es hauptsächlich um die kleinen Ganoven Enno Kluge und Emil Barkhausen ging, habe ich das Buch kurz für einen Krimi abgebrochen und auch danach musste ich öfter Pausen einlegen. So einige Seiten habe ich nur quer gelesen, um dann doch wieder zurückzublättern und genau nachzulesen. Mit welcher Selbstverständlichkeit diese beiden Typen auf Kosten anderer gelebt, sich bereichert haben. Obwohl der Barkhausen ja dann glücklicherweise zum Ende hin mehr Pech hatte und Enno Kluge ein unrühmliches Ende gefunden hat.

Ich bin froh, dass das Buch, obwohl man es nicht erwarten kann, dann doch mit einem optimistischen Hauch endet.

14. Januar 2018

John Cleland: Die Memoiren der Fanny Hill

Kommt, lasst uns einen Klassiker lesen! 

 


John Cleland wurde 1709 in Kingston upon Thames, Surrey, geboren und starb am 23. Januar 1789 in London. Er war ein englischer Schriftsteller, der aufgrund hoher Schulden 1748 in das Londoner Newgate-Gefängnis kam. Der Verleger Ralph Griffiths bot ihm für einen erotischen Roman 20 Guineen. Um aus der Haft entlassen zu werden, nahm er dieses geringe Angebot an.
So vollendete er noch im Gefängnis Die Memoiren der Fanny Hill, die er schon Jahre zuvor begann und wurde entlassen. Wegen der Veröffentlichung des Buches kam er wieder ins Gefängnis. Weil er aber glaubhaft nachweisen konnte, dass die Veröffentlichung aus einer finanziellen Not heraus geschah, wurde er nur verwarnt und erhielt von Lord Granville sogar eine Pension von 100 Pfund pro Jahr.

Einige erotische Bücher habe ich gelesen: Emmanuelle, die Mutzenbacher und noch so einiges. Aber das schönste war bis jetzt die Geschichte über Fanny Hill.
Sie kommt als 15-jährige Waise nach London und wird von einer Kupplerin aufgenommen. Von einer Frau soll sie als Prostituierte ausgebildet werden. Der junge Gentleman Charles rettet sie aus dem Bordell, wird von seinem Vater allerdings auf Reisen geschickt und so muss Fanny Hill nun wirklich als Prostituierte arbeiten, um zu überleben...
Mal davon abgesehen, dass hier die Notlage eines jungen Mädchens ausgenutzt wurde, kommt dieser Fakt überhaupt nicht rüber. Und wenn man die Umstände bedenkt, unter denen dieses Buch geschrieben wurde, sind die Liebesszenen wunderbar beschrieben, wie überhaupt das ganze Buch eine schöne Sprache hat.

10. Januar 2018

Klassiker

Moin, ihr Lieben,

heute mal nur ein ganz kurzer Post von mir. Ich möchte euch meine kleine Klassiker-Sammlung zeigen. Diese Bücher gab es vor Jahren mal beim Weltbild-Verlag. Mein Mann hat sie mir damals zu Weihnachten geschenkt.






8. Januar 2018

Christina Schwarz: Die Leuchtturmwärterin

Zunächst befinden wir uns im Jahr 1977. Die 84-jährige Jane macht mit ihrem Enkel eine Reise in die Vergangenheit. Und nach Hause, nach Point Lucia, wo sie bis zu ihrem 19. Lebensjahr in einem Leuchtturm aufwuchs. Es ärgerte sie, dass sie dies Erlebnis mit einer Gruppe von Besuchern teilen musste und nicht alleine ihren Erinnerungen nachspüren konnte.
Ihr Vater war hier Hauptleuchtturmwärter und er benötigte zwei Gehilfen. Die Verwaltung stellte zumeist Ehepaare ein. Da wurde ein Lohn eingespart.

Gertrude Swann stammt aus gutem Hause. Ihr Weg scheint vorgezeichnet. Sie soll den Sohn eines befreundeten Paares der Eltern heiraten. Doch dann lernt sie Oskar kennen und verliebt sich in ihn. Oskar, der zwar hochfliegende Träume hat, aber bisher noch nichts auf den Weg gebracht hat. Oskar will nach Kalifornien, raus aus dem Dunstkreis von Familie und Freunden. Daran ändert auch seine Liebe zu Gertrude nichts. Und so landen sie auf einer kleinen Insel im Pazifik. Hier leben nur ein paar Leute.

Zu Beginn hatte Gertrude Angst vor diesem Ort:

"Vor dem Wind, der versucht, uns wegzuwehen, vor den Felszacken, die darauf warten, uns aufzuspießen. Falls wir eines Nachts von diesem Berg stürzen, wie sollte dann irgendjemand erfahren, was aus uns geworden ist? Hier zu sein, das ist, als wären wir verschwunden."

Oskar wurde der Nachtdienst auf dem Leuchtturm zugeteilt. Gertrude leistete ihm Gesellschaft. Und da er sich mit Literatur über elektrische Wellen beschäftigte, suchte sie sich ihre eigene Lektüre: "Spezies der Pazifikküste" und "Reise mit dem Pappkanu: Eine geografische Erkundung über 2500 Meilen von Quebec zum Golf von Mexiko".

Gertrude wurde die Bildung der Kinder übertragen. Die wussten zwar Bescheid bei den Aufgaben, für die sie täglich eingeteilt waren, aber von Allgemeinbildung keine Spur.

Und so nimmt das Leben auf Point Lucia seinen Lauf. Zugegeben, einen ruhigen Lauf. Eine ganze Weile plätschert es nur so vor sich hin. Was mir aber nichts ausmacht. Ich brauche nicht immer Spannung und Action. Für mich war es interessant, zu verfolgen, wie Gertrude Swann sich hier entwickelt hat. Auf den ersten Seiten des Buches erwähnt Janes Enkel, dass es auf Point Lucia eine Meeresbiologin gab.

Ob es sich dabei um Gertrude Swann handelte? Das lest selbst.

5. Januar 2018

Patrick Swayze und Lisa Niemi: The Time of my Life: Die Geschichte meines Lebens

Patrick Swayze ist einer meiner Lieblingsschauspieler. Im Gegensatz zu vielen anderen mag ich auch seine Filme vor „Dirty Dancing“. Für mich ist er ein echter Mime gewesen. Ich habe schon so viel über ihn gelesen, dass ich sehr gespannt darauf war, was er selbst über sein Leben zu berichten hat. Und nach Beendigung des Buches stimme ich seinem Satz "Ich habe mehr Leben gelebt als zehn Menschen zusammen" voll zu.

Schon während der Highschool-Zeit verletzte er sich sein Knie so schwer, dass der Traum vom Footballspielen aus war. In seinem weiteren Leben sollten aufgrund dieser Verletzung noch weitere Träume platzen.
Patrick Swayze ist ein wunderbarer Schauspieler, aber im Grunde seines Herzens war er am liebsten Tänzer:

"Ich machte zwar viele Dinge gern, aber nur Tanzen gab mir das Gefühl von vollständiger emotionaler und körperlicher Freiheit, das meinen Geist in alle Richtungen gleichzeitig aufsteigen ließ. Es ist schwer, die reine Freude und Erfüllung, die Tanzen schenken kann, in Worte zu fassen. Aber ich wusste, dass ich nie damit aufhören wollte."

3. Januar 2018

Peter Walther: Hans Fallada - Die Biographie

Ich war beim Lesen dieser Biografie hin- und hergerissen. Vor wenigen Jahren habe ich Hans Fallada zu meinem Lieblingsschriftsteller erkoren. Nach Büchern wie Der Trinker, Kleiner Mann – was nun?, Der eiserne Gustav, Der Alpdruck und Jeder stirbt für sich allein blieb mir gar nichts anderes übrig.
Der Hauptgrund war wohl, weil er immer nah bei den kleinen Leuten ist. Und das, wo seine Familie selbst nicht zu denen gehörte.

Er wurde am 21. Juli 1893 als Rudolf Ditzen geboren. Nach zwei Mädchen ist er der ersehnte Sohn. Etwas später kommt noch ein Bruder – und so ist die Familie komplett. Und egal, was ihm widerfahren wird – er ist ein Glückskind.

Die Eltern führen eine harmonische Ehe, finanziell steht die Familie durch die berufliche Stellung des Vaters auf guten und sicheren Füßen. Die Vorfahren väterlicherseits stammen aus Ostfriesland. Hier amtiert Rudolfs Urgroßvater Cirk Stürenburg „in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Präsident der ostfriesischen Anwaltskammer, […] leitet in Aurich den Bach-Verein und veröffentlicht nach über 20 Jahren Recherche 1857 ein ostfriesisches Wörterbuch“ – Seiten 16/17.

1. Januar 2018

Bücherlisten-Challenge - Monatsrückblick

Um euch auf dem Laufenden zu halten, wie es mit meiner Bücherlisten-Challenge vorangeht, habe ich mir ja vorgenommen, mit einem Monatsrückblick zu starten. Und obwohl ich noch gar nicht mit dem Lesen begonnen habe, kann ich schon etwas berichten.

Für die Irland-Liste habe ich Tipps erhalten von Angela und Petrissa.

Angela:
Heinrich Böll: Irisches Tagebuch
Graham Norton: Ein irischer Dorfolizist
Hugo Hamilton: Die redselige Insel

Außerdem habe ich bei Angela diesen Autor entdeckt: Donald Ryan 


Petrissa:
David Monagan: Irrwitziges Irland 

Ich selbst habe noch diese Bücher von Hugo Hamilton hinzugefügt:
Der irische Freund
Der Matrose im Schrank
Gescheckte Menschen
Jede einzelne Minute
Legenden 



Auf den Kindle geladen habe ich mir

Elisa Rohlfs: Gegen alle Stürme


 
Für die Bloggerfreunde-Liste sind Tipps von Gisela und Petrissa dazugekommen.

John Fante: Der Weg nach Los Angeles

Ich muss gestehen: Mir ist es noch nie so schwer gefallen, mit einem Buch zu beginnen. Aber da ich mich auf Whatchreadin.de zu einer Leserunde angemeldet hatte und das Buch noch dazu vom Verlag Blumenbar erhalten habe, blieb mir nichts anderes übrig.
Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn ich nicht nachgeforscht hätte und rausgefunden hätte, dass dieses Buch der letzte Teil eines Vierteilers ist. Und natürlich wollte ich vorher die ersten drei Bücher lesen.

Warte bis zum Frühling, Bandini
Ich – Arturo Bandini / Frag den Staub
Warten auf Wunder
Der Weg nach Los Angeles

Mit Warte bis zum Frühling, Bandini ging es los. Und ich war begeistert, denn schreiben konnte Fante, das muss man ihm lassen:

Die Bandinis sind italienische Einwanderer und leben in Rocklin, Colorado. Svevo Bandini hat braune Augen, die Augen einer Frau. Diese Augen hat er seiner Mutter gestohlen, die kurz nach seiner Geburt gestorben ist. Er ist seit fünfzehn Jahren mit Maria verheiratet und hat drei Söhne: Arturo (mit 14 Jahren der Älteste), August (12) und Federico (8).
Svevo spricht oft und gern. Nur den Satz "Ich liebe dich" hat er für Maria kaum je über die Lippen bekommen. Er findet das langweilig.
Maria bittet ihren Mann, für ein schönes Weihnachtsfest zu beten. Doch wie soll das gehen: "Löcher in den Schuhen, Pech im Spiel, keine Arbeit..."
Wenn sie sich des Nachts lieben, kann Svevo seine Sorgen für eine Weile vergessen; Maria fragt sich, wie viel Geld er im Imperial wohl verloren hat.

Unter den Brüdern gibt es meistens nur Streit.


31. Dezember 2017

Guten Rutsch / Neu im Regal

Quelle: Pixabay

 Vor Kurzem habe ich geschrieben, dass dieses Jahr nicht so gut für mich lief. Bei genauerem Betrachten stimmt das nicht ganz. Denn: Ich habe viele liebe Bloggerfreunde kennengelernt. Und auch wenn ich mich zwischendurch mal ganz zurückgezogen habe, wusste ich im Herzen, dass ich den Blog nicht aufgeben werde.
Ich danke euch von Herzen für die Treue, die ihr mir hier von Beginn an haltet und freue mich weiterhin auf einen schönen Austausch mit euch und auf viele schöne Bücher, die wir gemeinsam entdecken werden.

Für heute wünsche ich euch einen guten Rutsch, feiert schön rein ins neue Jahr und bleibt gesund und munter.

Aber was ist ein Beitrag ohne Bücher? Daher hier noch meine Weihnachtsgeschenke:


30. Dezember 2017

Neu im Regal

Moin, ihr Lieben,

was für eine Freude noch zum Ende des Jahres. Ich sitze wieder am eigenen PC. Gestern kam er an und mein Mann hat ihn soweit fertig gemacht, dass ich ihn mir mit meinen Sachen einrichten konnte.

Seit mein Laptop die Hufe hochgelegt hat, sammle ich hier ja meine gekauften Bücher, die meisten spielen in Irland. Einige möchte ich euch heute noch vorstellen. Ich habe sie alle bei rebuy unter dem Suchbegriff "Irland" gefunden.


Irland-Saga von B.J. Hoff

Mittlerweile mag ich ja hauptsächlich Hardcover kaufen, aber wenn ich sie so nicht mehr bekomme, geht auch das Taschenbuch. Zumal, wenn die Reihe so schön aussieht.

Das dramatische Irland-Epos - Zeugnis der oft unfassbaren Geschichte, die Gott mit Menschen und Völkern schreibt. Von Kampf, Entbehrung und Glauben zweier Familien in der dunkelsten Zeit Irlands.


29. Dezember 2017

Stefan Müller: 111 Gründe, Bücher zu lieben

Dieses Buch ist gespickt mit 111 kleinen Kapiteln, warum man Bücher lieben kann. Da geht es um die Sortierung, Lesezeichen, Literaturwissenschaftler und Kritiker und natürlich werden auch auf sehr unterhaltsame Weise Bücher vorgestellt.

Stefan Müller bleibt aber nicht nur beim Unterhaltsamen, er stellt uns auch Autoren/innen vor, die für ihre Liebe zur Wahrheit Repressalien ausgesetzt waren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Name Anna Politkovskaja noch nicht aus dem Gedächtnis verschwunden ist.

"Man hat sie ganz einfach am 7. Oktober 2006 im Treppenhaus ihres Wohnhauses in Moskau erledigt. Kaltblütig niedergestreckt mit Pistolenschüssen in Kopf und Brust..." [Seite 110]

Im Moment bin ich irgendwie in einer Phase, wo ich mich frage, warum ich so viele Geschichten lese über Personen, die es eh nie gegeben hat, die sich ein Autor nur ausgedacht hat.
Eigentlich interessiert mich doch viel eher, was Menschen wirklich erlebt, ertragen haben. Wie zum Beispiel Irina Ratuschinskaja, die auch in diesem Buch benannt wird. Die russische Lyrikerin wurde 1982 verhaftet, weil ihre Werke nach Ansicht des kommunistischen Regimes die Sicherheit der Sowjetunion bedrohten. Sieben Jahre Arbeitslager musste sie durchhalten, worüber sie dann in Großbritannien ein Buch schrieb: "Grau ist die Farbe der Hoffnung".
Und während es bei Amazon für jeden Vampirthriller ich weiß nicht, wie viele Rezis gibt, gibt es zu diesem Buch nicht eine einzige. Ja, es ist nicht mal ein Cover vorhanden. Dabei ist das Buch von 1994. - Sehr schade.

Ein kurzweiliges Buch, das Spaß macht, es zu lesen.